Mittwoch, 25. März 2009

Dulli wieder wohlauf!

Der kleine Abdull ist nach kurzem Krankenhausaufenthalt endlich von seiner schweren Diarrrhoe geheilt und wohlauf! Nachdem er zur Belohnung einige Tage bei seiner Mutter Wastara verbringen durfte, ist er nun wieder bei seiner Großmutter.

Letzte Woche klagte Dulli über schwere Bauchschmerzen. In der Nacht auf Donnerstag musste er mehrmals erbrechen und bekam hohes Fieber, weshalb ihn seine Großmutter Mgeni und sein Onkel Hamad sofort ins staatliche Mnazi Mmoja Hospital in Stone Town brachten.
Hamad musste drei Nächte am Boden schlafend neben Dullis Bett verbringen, da in der Kinderabteilung des Krankenhauses keine Aufsicht bzw. nächtliche Betreuung gewährleistet werden kann. Auch die Versorgung mit Nahrung und Wasser für die kleinen Patienten muss von deren Familien selbst erfolgen.
Dulli bekam mehrere Infusionen und Impfungen, die Hamad selber in der Apotheke besorgen musste. Insgesamt haben ihn die drei Tage Krankenhausaufenthalt inkl. Medikamente und Nahrungsmittel 30.000 Tsh gekostet, umgerechnet etwa 18 Euro, was für zanzibarische Verhältnisse manchmal bereits ein kleines Vermögen darstellt. Bezahlt wurde die Summe mit einem Notfallgroschen, den ich vor meiner Abreise dortgelassen hatte.

Mortalität bei Kindern unter fünf Jahren ist immer noch in fast einem Fünftel aller Fälle weltweit auf Durchfallerkrankungen zurückzuführen, jährlich sind etwa 2,2 Mio. Kinder betroffen (WHO). Dabei sind bis zu 54% aller mit Durchfallerkrankungen assoziierter Todesfälle auf PD (Persistierende Diarrhoe, Dauer mind. 14 Tage) zurückzuführen, eine Folge infektiöser Diarrhoe.

Bei Dulli war die Ursache der Erkrankung höchstwahrscheinlich der Mangel an sauberem Trinkwasser, ein Hinweis darauf, wie dringend notwenig die Sanierung des Familienwohnhauses ist!
Darüber hinaus können auch schlechte Abfallversorgung, unzureichende Hygiene, unadäquate Ernährung und medizinische Versorgung zu Durchfall führen. Ein Problem ergibt sich außerdem aus dem Mangel an Schutzimpfungen in den meisten Ländern Afrikas, die auch zu einer Zunahme der Häufigkeit anderer Krankheiten wie Masern (59% Sterberate), Gelbfieber (80%) oder Keuchhusten (58%) führen.

10% der gesundheitlichen Probleme weltweit könnten laut WHO durch die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Bereitstellung sanitärer Anlagen und Ressourcenmanagement beseitigt werden.
Schätzungen gehen davon aus, dass so
- 1,4 Mio. Fälle von Kindersterblichkeit infolge von Diarrhoe
- 500.000 Malariafälle
- 860.000 Fälle von Kindersterblichkeit infolge von Mangelernährung
- 280.000 Todesfälle infolge von Überschwemmungen
vermieden werden könnten!

Mehr dazu:
WHO
Deutsche Bundesregierung
Karger
Artikel TIME

außerdem
WHO 10 Facts on Nutrition
WHO Health Service Fact Sheet für Tanzania

Donnerstag, 19. März 2009

3. Afrikanischer Frühlingsball in Wien

3. AFRIKA FRÜHLINGSBALL - AFRICAN DIVAS
12 Jahre Radio Afrika TV
21. März 2009 - Einlass 20 Uhr
PARKHOTEL SCHÖNBRUNN1130, Hietzinger Hauptstrasse 10 - 20
Tickets: Vvk 20,- bei http://www.ticketonline.at/ und in allen Bank Austria Filialen in ganz Österreich,Abendkasse 25,-
Infoline: 0699/11 10 22 62



Thema des diesjährigen 3. Afrika Frühlingsballs 2009 sind die Kraft, Intelligenz und Kreativität afrikanischer Frauen, die Radio Afrika TV heuer in den Vordergrund stellt.

"AFRICAN DIVAS - FRAUENEMPOWERMENT"

Unterstützt werden mit diesem Benefiz-Event Frauenprojekte desIntegrationshauses.

Mehr Infos unter Radioafrika.net

Albino-Morde in Burundi vor Aufklärung?

Nachdem sich vergangenen Freitag wieder ein grausamer Mord an einem von Albinismus betroffenen Mann ereignete, hat die burundische Polizei nun 8 Verdächtige verhaftet, die sich bei ihrer Festnahme im Besitz von Körperteilen befanden. Staatsanwalt Nicodeme Gahimbare hält dies für einen Durchbruch, auch wenn drei weitere Verdächtige entkommen konnten. Er nimmt an, dass sie in das benachbarte Tanzania geflohen sind.

Laut Behörden überfielen mehrere Angreifer den 20-jährigen Albino Francois in der Region Shombo, etwa 140 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bujumbura.
Der Sprecher der Polizei Pierre Chanel Ntarabaganyi: "They killed him, chopped off his legs and arms and fled."
Die Täter flüchteten in den nahe gelegenen Ruvubu Wald.

Damit erhöht sich die Zahl der Morde in Burundi auf insgesamt zwehn, eine elfte Person wird vermisst.

Kassim Kazungu, Vorsitzende der burundischen Albino-Vereinigung wirft der Regieung Untätigkeit vor und fordert die Internationale Gemeinschaft auf, mehr Druck auszuüben.
"It's the reign of terror now, especially with the authorities denying us the right to organise a demonstration of support in Bujumbura this morning on the grounds that it would destract Burundians from their work (...) We are urging the international community to exert some pressure."

Nach zahlreichen erfolglosen Festnahmen und der Tatsache, dass es noch zu keinem einzigen Prozess gekommen ist, werden Befürchtungen immer größer, dass ranghohe Persönlichkeiten in die Mordserie verstrickt sein könnten.

Mehr dazu:

Donnerstag, 12. März 2009

Idriss erzählt... Hoffnungen in Obama

Dies ist die verkürzte Wiedergabe meines Gesprächs mit Idriss Ahmed Idriss aus Zanzibar, das ich im Februar 2009 auf Englisch mit ihm in Stone Town geführt habe.

"Ich arbeite im Hafen von Zanzibar für ein großes Transportunternehmen als Supervisor, habe aber eigentlich eine Ausbildung als Photograph.

@ w.s.

Allerdings versuche ich schon lange vergeblich am Festland einen Job zu bekommen, was schwer ist, da meiner Meinung nach Leute aus Zanzibar dort nicht gefragt sind. Auf Zanzibar selbst ist das allergrößte Problem einen Job zu finden beziehungsweise die niedrigen Gehälter. Die besseren Jobs, die auch gut bezahlt sind, bekommen meistens Leute vom Festland oder Ausland. Leute aus Zanzibar wiederum versuchen aus Zanzibar aufs Festland zu ziehen oder nach Europa zu emigrieren.

Ein weiteres Problem ist die Korruption, vor allem innerhalb der Regierung, wie man auch am Bespiel des ehemaligen Finanzministers sehen kann. Er hat Bestechungsgeld eines europäischen Transportunternehmens angenommen, das im Gegenzug keinerlei Steuer gezahlt hat.

Die Kriminalität auf der Insel nimmt zu, Drogen kommen vom Festland, Waffen aus Kenia und Somalia. Die Leute werden immer mehr verängstigt.

Die wirtschaftliche Situation bricht weltweit zusammen, die größten Auswirkungen hat das leider auf Afrika, die Leute werden immer ärmer und frustrierter. Meine Hoffnungen liegen jetzt beim U.S. Präsidenten Barack Obama. Ich glaube, dass sich jetzt einiges ändern wird. Ich bin nur darüber verärgert, dass er seinen zweiten Vornamen Hussein nicht verwendet, weil die Leute denken könnten, er würde sie in die Luft sprengen. Die Angst vor Terrorismus wird immer größer, Leute verwechseln Terrorismus und Islam. Die Missverständnisse zwischen dem Westen und der islamischen Welt vermehren sich seit 9/11, daran ist George W. Bush schuld. Unter Bill Clinton war das Verhältnis mit den USA besser, er war sogar auf Zanzibar und hat bei Jaws Corner 15 Minuten lang Kaffe getrunken und mit den Leuten gesprochen (Anm. Jaws Corner ist ein kleiner Platz mitten in Stone Town, auf dem sich die zanzibarische Männerwelt allabendlich zum frischen Kaffee trifft und meistens Fußballspiele im TV verfolgt).

Bild: Static Panoramio, digital verändert v.s.

Dass Muslims nicht unbedingt Terroristen sind, werden die Leute im Westen erst verstehen, wenn sie sich mit dem Islam und uns auseinandersetzen.

Die Unabhängigkeit vom Festland hätte für Zanzibar Vor- und Nachteile. Meiner Meinung nach funktioniert die Zusammenarbeit derzeit wieder besser. Die Unabhängigkeit erscheint mir unrealistisch."

Mittwoch, 11. März 2009

Mgeni erzählt

Dies ist die verkürzte Wiedergabe eines Gespräches mit Mgeni Hamad Khamis aus Zanzibar, das ich im Februar 2009 mit ihr auf Swahili in ihrem Haus in Amani geführt habe.

Mgenis ganzer Stolz sind ihre Enkel, hier mit der kleinen Sambrat

"Ich habe keine Geburtsurkunde, aber in meinem Personalausweis steht, dass ich 1955 geboren wurde. Das wurde bei der Behörde geschätzt. Meine Familie ist aus Pemba und meine Eltern waren sehr arme Farmer, wir sind Shirazis. Die Schule konnte ich nie besuchen, ich kann weder Schreiben noch Lesen. Mit 15 bin ich nach Zanzibar gekommen, wo ich meinen späteren Ehemann Mzee Hadj getroffen habe, der damals als Polizist gearbeitet hat. Mit 17 habe ich meine erste Tochter Mtumwa bekommen (Anm. laut Geburtsurkunde 1974). Als sie ungefähr sieben Jahre alt war hat mein Mann uns verlassen und wieder geheiratet. 
Nach zwei Jahren habe ich dann meinen zweiten Ehemann Khamis kennen gelernt, mit dem ich drei Kinder habe, Hamad (Anm. laut Geburtsurkunde 1982), Mkongwe (Anm. laut Geburtsurkunde 1985) und Wastara (Anm. laut Geburtsurkunde 1988). Khamis war Farmer, gelebt haben wir in Amani, einem Vorort von Stone Town. Kurz nach der Geburt von Wastara ist mein Mann an Gallensteinen verstorben. Nach dem Tod meines Ehemanns bin ich außerehelich schwanger geworden, der Sohn ist zwei Tage nach seiner Geburt verstorben.

Mgeni und ihr einziger Sohn Hamad

Unsere Situation war sehr schwierig. Wir haben alles verloren und hatten drei Jahre lang keine Existenzgrundlage. Ich habe eine Zeit lang versucht in der Stadt zu arbeiten, aber das hat nicht funktioniert, weshalb ich mit meinen Töchtern wieder zurück nach Amani gezogen bin, wo wir ein günstiges Grundstück gefunden haben und begonnen haben, ein Haus zu bauen.
Wirklich bewohnbar ist das Haus erst, seit Hamad arbeitet und uns finanziell unterstützt. Seit vielen Jahren (Anm. laut Zulassung seit 1996) arbeite ich am Markt in Amani. Ich kochezuhause Essen: Reis, Bohnen und Spinat und verkaufe es von Mittag bis Abend, jeden zweiten Tag. Ich weiß nicht, wie lange ich diese Arbeit noch machen kann, die Schlepperei ist für
mich sehr anstrengend. Die Arbeit zahlt sich wegen des Überangebots auch fast nicht mehr aus, es gibt heute so viele günstige Plätze, wo man essen kann. Noch vor ein paar Jahren habe ich täglich acht Kilo Reis verkauft, heute sind es nur mehr zwei bis drei Kilo und meistens bringe
ich Reste wieder nach Hause. Meine jüngste Tochter ist obendrein mit 16 schwanger geworden, der Vater des Kindes ist sofort verschwunden. Abgesehen von der Schande für unsere Familie
musste ich bis vor kurzem (Anm. die Tochter hat im August geheiratet) auch für sie und ihren kleinen Sohn Abdull Latif sorgen.



Der Bau unseres Hauses ist leider immer noch nicht abgeschlossen. Derzeit besteht es aus zwei kleinen Zimmern, die ich mir mit meiner Tochter Mkongwe und ihrem Ehemann teile. Sie haben zwei Töchter, Swaiba ist drei Jahre und die kleine Sambrat 9 Monate alt. Abdull, genannt Dulli, der Sohn meiner jüngsten Tochter Wastara, lebt auch bei uns. Er ist jetzt 2,5 Jahre alt.

Swaiba

Swaiba und Abdull schlafen bei mir im Bett, wir teilen uns das Zimmer außerdem mit unseren 10 Hühnern.

Meine älteste Tochter Mtumwa möchte auch bald mit ihrer Familie zu uns ziehen, da sie sich die Miete für ihr Zimmer im nahe gelegenen Ort Magogoni, wo sie einen Friseursalon hat, nicht mehr leisten können. Ich hoffe, dass wir es schaffen werden, so bald wie möglich ein Zimmer für sie anzubauen..."

Besuch bei Wastara (links): Dulli und Mtumwa

"Stimme der Schwarzen Europäerinnen" im Weltcafé

Im wiener Weltcafe findet am 18. April ab 20 Uhr die Filmvorführung "Stimme der Schwarzen Europäerinnen" statt. Regisseur David Bruckner dokumentiert den Entstehungsprozess der Black European Women Network (BEWNET), das während des 1. Black European Women’s Congress in Wien im September 2007 gegründet wurde.

Mehr Infos zur Veranstaltung
BEWNET
Weltcafé

"Witch-naming"

Die ansteigende Zahl von Morden an Albinos werfen ein immer schlechteres Bild auf das bisher als so stabil geltende Tanzania. Scharfe Kritik kommt von der Internationalen Gemeinschaft und U.N. Generalsekretär Ban Ki-Moon, der letzte Woche von unakzeptablen Verbrechen gegen die Menschenrechte sprach. Präsident Jakaya Kikwete befürchtet nun einen Rückgang der ausländischen Investitionen und der ODA, die einen maßgeblichen Teil am BIP darstellen.

Kikwete ruft deshalb alle Einwohner Tanzanias dazu auf, der Polizei bei ihren Ermittlungen zu helfen."I am urging you to help us in stopping these cruel acts and this shame on our country."

Anfang dieser Woche startete die Regierung eine neue Maßnahme, die zur Identifizierung der Schuldigen beitragen soll. Die Bürger sollen nun jene Menschen melden, die ihres Wissens nach an den Morden beteiligt sind, und zwar indem sie - ganz anonym - die Namen auf Zettel niederschreiben und der Polizei übergeben.
"Even the officer in charge ... will not know who you named", versicherte Kikwete letzten Mittwoch bei seiner Rede an die Nation.
Den Anfang macht die Region um den Viktoria See, allen voran die Stadt Mwanza, in deren Umkreis seit 2007 44 Morde an Albinos begangen wurden. Die restlichen Regionen des Landes sollen schon bald folgen.
"We urge the people in the lake zone to cooperate and not fear to name the culprits. They live among us", sagte die Vorsitzende der Tanzania Albino Society Zihada Msembo.



Wie erfolgreich diese Aktion sein wird, wird sich erst zeigen. Die Befürchtung besteht, dass viele Menschen, die an die Kraft der Witchdoctor glauben, diese auch nicht verraten werden. Die Gefahr besteht außerdem, dass nicht unbedingt Beteiligte, sondern persönliche Feinde beschuldigt werden.

Auch im Nachbarstaat Burundi kommt es derzeit vermehrt zu Morden an Albinos. Derzeit sind der Polizei acht Fälle bekannt. Zuletzt wurde ein junges Mädchen in der Provinz Kayanza im Norden Burundis entführt und lebendig verstümmelt.

Mehr dazu:
BBC Africa
ABC News
BLADE
RP Online

Dienstag, 3. März 2009

Maßnahmen gegen Mütter- und Neugeborenenmortalität auf Zanzibar


Täglich sterben rund 1.600 Frauen an den Folgen von Schwangerschafts- oder Geburtskomplikationen. Jährlich sind es eine über halbe Millionen, 99% davon leben in Entwicklungsländern. In unseren Breitengraden ist der Tod von Müttern und auch Säuglingen in der Perinatalphase zu einer Seltenheit geworden, in den meisten afrikanischen Ländern gehören sie immer noch zu einer Haupttodesursache (8%).

Weiters sterben rund 70.000 Frauen jährlich infolge illegaler oder unsachgemäß durchgeführten Abtreibungen.

Schlechter Gesundheits- und Ernährungszustand der Mutter führen häufig zu Fehl- oder Frühgeburten, was wiederum die Kindersterblichkeit erhöht.

Viele Schwangerschaften und Geburten werden nicht medizinisch betreut, in Tanzania sind es nur 36%.

"80 Prozent dieser Todesfälle lassen sich auf fünf Ursachen zurückführen: Blutungen,Infektionen, erhöhter Blutdruck, Überarbeitung und unsachgemäß durchgeführteAbtreibungen. Zusätzlich leiden über 50 Millionen Frauen unter chronischen Beschwerden nach der Schwangerschaft oder Geburt." (UNICEF)

Jedes zehnte Neugeborene stirbt in Entwicklungsländern vor seinem ersten Geburtstag, 16% der Kinder überleben ihren fünften Geburtstag nicht. Die meisten Todesfälle von sowohl Müttern als als Säuglingen haben Ursachen, die mit geringem medizinischem Aufwand wie Impfungen vermeidbar wären.

Die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Ernährung, Zugang zu Familienplanung und Sexualaufklärung sowie die Stärkung der Rolle der Frauen gehören daher zu zentralen Themen der UN Millenium Development Goals, die bis 2015 erreicht werden sollen. Die Müttersterblichkeit soll bis dahin um drei Viertel gesenkt werden.

Der zanzibarische Präsident stellte am 25. Februar das neu entworfene 8-Jahres-Programm zur Bekämpfung von Mütter- und Neugeborenenmortalität vor. Das Programm, das den Titel "Road map to accelerate reduction of maternal, newborn, and child deaths" trägt, entstand mir der Unterstützung des United Nations Population Fund (UNFPA), unter der Leitung der Direktorin Thoraya Abeid.

“A country is judged by how it treats its women and children, I hope Zanzibar will make it.”

Trotz der in der Vergangenheit gesetzten Maßnahmen bleibt Mütter- und Kindersterblichkeit immer noch eines der größten medizinischen Problemen auf der Insel. Studien und Erfahrungen zeigen, dass vor allem Familienplanung und die Qualität der Gesundheitsversorgung die Zahl der Todesfälle reduzieren können.

Der Gesundheitsminister Sultani Mohamed Mugheiry sieht in diesem neuen Programm einen Meilenstein und ist davon überzeugt, dass schon bald die ersten Erfolge verzeichnet werden können. Der Fokus soll nun auf einer verbesserten Ausbildung im Gesundheitssektor liegen.

Derzeit gebären laut Dr. Hanini Waziri Sogora nur etwa 50% der zanzibarischen Frauen in den Spitälern. 377 von 100.000 Schwangeren sterben infolge von Geburtskomplikationen, wie schweren Blutungen und Eklampsie.

Das neue Programm soll Zanzibar bis 2015 an das Millenium Development Goal heranführen.

“We need political will and availability of funds in order to reduce deaths.”

Vertreter von UNICEF, USAID, WHO, "Partnership for Maternal, Newborn and Child Health", des Gesundheitssektors und NGOs nahmen an der Präsentation des Programmes im Bwawani Hotel teil.

Weitere Infos:

Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung

Deutsche Stiftung für Weltbevölkerung

UNICEF MDG

UNICEF

Daily News