Donnerstag, 19. März 2009

Albino-Morde in Burundi vor Aufklärung?

Nachdem sich vergangenen Freitag wieder ein grausamer Mord an einem von Albinismus betroffenen Mann ereignete, hat die burundische Polizei nun 8 Verdächtige verhaftet, die sich bei ihrer Festnahme im Besitz von Körperteilen befanden. Staatsanwalt Nicodeme Gahimbare hält dies für einen Durchbruch, auch wenn drei weitere Verdächtige entkommen konnten. Er nimmt an, dass sie in das benachbarte Tanzania geflohen sind.

Laut Behörden überfielen mehrere Angreifer den 20-jährigen Albino Francois in der Region Shombo, etwa 140 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bujumbura.
Der Sprecher der Polizei Pierre Chanel Ntarabaganyi: "They killed him, chopped off his legs and arms and fled."
Die Täter flüchteten in den nahe gelegenen Ruvubu Wald.

Damit erhöht sich die Zahl der Morde in Burundi auf insgesamt zwehn, eine elfte Person wird vermisst.

Kassim Kazungu, Vorsitzende der burundischen Albino-Vereinigung wirft der Regieung Untätigkeit vor und fordert die Internationale Gemeinschaft auf, mehr Druck auszuüben.
"It's the reign of terror now, especially with the authorities denying us the right to organise a demonstration of support in Bujumbura this morning on the grounds that it would destract Burundians from their work (...) We are urging the international community to exert some pressure."

Nach zahlreichen erfolglosen Festnahmen und der Tatsache, dass es noch zu keinem einzigen Prozess gekommen ist, werden Befürchtungen immer größer, dass ranghohe Persönlichkeiten in die Mordserie verstrickt sein könnten.

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