Mittwoch, 25. Februar 2009

Wieder Mord an Albino

BBC berichtete am Monatg, den 23. Feber von einem weiteren Verbrechen gegen die Bevölkerungsgruppe der Albinos in Tansania.
Im Norden Tansanias, in der Region Mwanza beim Lake Victoria, wurden drei traditionelle Heiler festgenommen, die gegen das neue Gesetz gegen das Töten von Albinos für rituelle Medizin verstoßen haben.
Vor 14 Tagen wurde ein junges, von Albinismus betroffenes Mädchen in der Region getötet. Es ist der 45. Fall dieser Art seit 2007.


Auch in der Region von Mbeya, im Süden des Landes, kam es zu einer Festnahme. Es handelt sich dabei um den Pastor Cosmas Mwasenga. Er befand sich in Besitz von Albino-Körperteilen.

Traditionelle Heiler machen aus den Gliedmaßen, Haaren, Blut, Haut und Geschlechtsteilen Tränke, die angeblich reich machen sollen.
In der Gegend um den See, wo die meisten Menschen vom Fischfang leben, wird das Leben der Albinos immer bedrohter. Ein Aberglaube besagt, dass weiße Haare, die in die Fischernetze eingeflochten werden, einen reichen Fang bringen würden.
Bei mehreren, vom Präsidenten Jakaya Kikwete angeordneten polizeiliche Razzien sind seit Beginn der Anschläge über 200 Menschen verhaftet worden, aber noch keiner davon wurde zu einer Strafe verurteilt. Die Regierung hat besondere Schutzbestimmungen erlassen.
Angeblich wurde auch ein Sitz im Parlament extra für eine vom Albinismus betroffene Politikerin reserviert, damit die Bevölkerung beginnt, diese Menschen zu akzeptieren.

Tansania hat eine Bevölkerung von 41,5 Millionen Menschen (UN 2008), davon sind laut Albino Association of Tanzania etwa 174.000 Albinos.

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