Dienstag, 10. Februar 2009

Völlerei

Der Sonntag began eigentlich relativ produktiv, immerhin habe ich bis 14 Uhr meine Nase in die Uni-Buecher gesteckt. Dann klopfte es ploetzlich an meiner Tuer uns Isabel erklaerte mir, wie ungeheuer fad ihr nicht sei. Wir beschlossen also, das ueblichen Sonntagsmatch anzuschauen. Allerdings erfuhren wir dann, dass dieses abgesagt war, da an diesem Tag Arsenal spielte! Wie man sowas vergessen kann! Dabei hab ich mich schon so auf die Revanche von letzter Woche gefreut, als die verheirateten gegen die unverheirateten Maenner spielten. Dieses Spiel loeste in der ganzen Nachbarschaft schon ab Mittag ungemeine Nervositaet aus und alle beteiligten stachelten sich immer mehr auf. Als endlich geklaert war, wer aller "verheiratet" ist und entschieden wurde, dass verheiratet wirklich verheiratet heisst, konnte es endlich losgehen und die ganze Strasse bewegte sich geschlossen Richtung Fussballfeld. Meine Rolle als Zuschauerin endete schliesslich in neuen Aufgaben: Wasser holen, Wunden versorgen (das Match war besonders brutal, immerhin ging es darum, seine Ehre zu verteidigen!), Kinder vom Feld fernzuhalten und darauf achten, das diese nicht meiner Kamera - Mittel zum Zweck um sie auf Distanz zu halten - in den Matsch fielen.
Das Match endete 4:2 fuer die Verheirateten, woran verschiedene Faktoren schuld waren, die sofort heiss diskutiert wurden. Zunaechst began man mit Entschuldigungen: die anderen staendig im Abseits, Zeit zum Trainieren war die Woche auch keine und viele der Spieler sind zu fett... Nach den Ausreden kamen dann die Anschuldigungen. Erstmal war ich natuerlich schuld, weil ich beschlossen hatte, bei der gegnerischen Mannschaft zu sitzen und zwar aus dem einfachen Grund, dass dort ein Schattenplaetzchen war! Der Schiedsrichter, der verheiratet ist, hat natuerlich Partei ergriffen und so weiter...
Diese Woche sollte es also keine Revanche geben! Schade! Planlos schlenderten wir also zunaechst in den Strassen herum, bis wir beschlossen, bei Luukman einzukehren und etwas zu essen. Nachdem der erste Hunger gestillt war, wussten wir wieder nicht was wir machen sollten und gingen deshalb ins Buni Coffee, um einen Cappuccino mit echtem Milchschaum zu trinken. Dort blieben wir bis 8 am Abend, als der Kellner uns hoeflich aufforderte, zu gehen....
Wir liefen also zurück nach Michenzani, um Bokoboko zu essen... Auf dem Weg kamen wir an einem Lokal vorbei, aus dem ein unglaublicher Knoblauchgeruch kam. Isabel hatte also plötzlich die Idee, Knoblauchbrot zu backen... Nach dem Bokoboko mussten wir uns also auf die Suche nach Knoblauch machen, um diese Uhrzeit, wo der Markt bereits geschlossen ist, keine einfache Angelegenheit. Schließlich fanden wir jedoch Knoblauch und kauften auch gleich Brot und Butter. Auf unserer Suche nach Isabels Zutaten fand ich dann auch noch Zeit Gurken, Ananas und Wassermelone zu kaufen und Isabel probierte noch etwas von dem gegrillten Oktopus am Straßenrand.. ;-)

Daheim angekommen machte sie sich sofort daran, ihre Brote vorzubereiten. Aus der Küche im unteren Stock drang sofort ein furchtbarer Knoblauchgestank, den ich aber tapfer ertrug.


So drehte sich der gesamte Sonntag also ausschließlich ums Essen...

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