Mittwoch, 25. Februar 2009

Backstunde

Zwei Tage später ging es dann weiter mit dem Unterricht, diesmal war Backen angesagt!

Zuleha, die vom Verkauf von Kuchen und herrlichstem Mangosaft lebt, hat ihren Kuchenteig bisher immer mit der Hand schlagen müssen. Um ihr die Arbeit ein wenig zu erleichtern habe ich ihr in der Stadt ein Mischgerät gekauft, über den sie sich einerseits wahnsinnig freute, andererseits auch wahnsinnig Respekt hatte. Ich versprach ihr also, sie "einzuschulen"...
Auf der Tagesordnung stand unser Lieblingskuchen "mkate wa mayai" - also eigentlich "Eierbrot". Wir beschlossen, einen Kuchen auf ihre traditionelle Art und einen mit dem neuen Gerät zu machen, um den Arbeitsaufwand und das Resultat vergleichen zu können.
Wir begannen mit dem "maschinell" gerührtem Teig. Wieder war ich erstaunt, wie einfach das Rezept war! Man mischt Eier, Zucker, Bananen flavor, Rosenöl und Cardamom und schlägt die Mischung schaumig, anschließend gibt man Mehl und Backpulver dazu - fertig!
Ich steckte also den Stecker des Mixers unter den wachsamen Augen Zuleha's in die Steckdose - nur gut, dass sie Strom im Haus haben! Als ich das Gerät einschaltete, sammelten sich plötzlich immer mehr Hausbewohner um uns herum, um ja nichts zu verpassen. Ich übergab die Arbeit dann Zuleha, die ganz vorsichtig begann, den Teig zu rühren. Als sie beschloss, dass er jetzt wohl fertig war, begaben wir uns alle in Richtung Küche, die sich ja außerhalb des Hauses befindet, wo der Topf auf die heiße Kohle gestellt, zugedeckt und nochmals mit Kohle bedeckt wurde.
Dann durfte ich zusehen, wie der Teig sonst händisch gerührt wird und ich war heilfroh, dass ich es nicht selber ausprobieren musste! Das Gemisch wird etwa eine halbe Stunde lang mit einer äußerst interessanten Version eines Schneebesens, ein Stab, an dessem Ende eine Art Sprungfeder befestigt ist.


Am Ende kamen wir zu einem äußerst erfreulichen Ergebnis: Beide Kuchen schmeckten exakt gleich!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen