Freitag, 30. Januar 2009

Angekommen am Doha International Airport



Dies soll also der erste Eintrag in meinen neuen Blog werden...
Gerade war ich noch in Wien, nun bin ich schon wieder in Doha, auf diesem bemerkenswert skurrilen Flughafen und sitze meine 12 Stunden Aufenthalt bis zu meinem Anschlussflug nach Dar es Salaam ab, um dort wieder zu warten - vorausgesetzt ich bekomme problemlos ein Visum!
Die Atmosphäre auf diesem Flughafen ist eine ganz eigene, ein Mix verschiedenster Menschen. Hier sitzt die Großfamilie aus dem arabischen Raum neben dem Geschäftsmann, der in seinen Laptop starrt (ich gehöre nicht zu ihnen...) und dem "einfachen" Urlauber, meistens auf einen Anschlussflug in Richtung einer asiatischen Urlaubsdestination wartend.
Die riesige Einkaufshalle ist nicht zu umgehen - man tritt quasi aus der Handgepäckskontrolle direkt hinein. Der Schmuck funkelt, die Rolex glänzt, die Schokolade lacht einen an (die Versuchung ist groß, wäre da nicht der Preis...) und mitten drinnen steht eine nagelneuer Bentley, der die faszinierten Blicke der Männer auf sich zieht. Einige davon könnten dieses Auto wahrscheinlich sofort spontan erwerben, sie müssten dafür nur mal eben ihre Brieftasche zücken. Die anderen müssen weiter träumen...
Außer zwei Fast-Food Lokalen gibt es hier essenstechnisch nichts zu kaufen, wenn man nicht gerade Zugang zur Luxus Lounge hat. Den hab ich leider nicht, und darum bleibt die Qual der Wahl: esse ich einen Cheeseburger mit Cola um 11 Dollar, oder verwerfe ich diesen Gedanken aus moralischen Gründen wieder? Es bleibt mir ja immerhin auch noch die Möglichkeit eines Cappuccinos im Starbucks-Verschnitt Costas, der würde auch nur 6 Dollar kosten! Nachdem ich aber doch eine längere Wartezeit habe, werde ich wohl ums Essen nicht herum kommen. Mein Magen ist schon allein bei dem Gedanken an einer Burger entzückt!
Außer dem bereits Erwähnten gibt es sonst eigentlich nichts Aufregendes. Und so bin ich nach meiner Ankunft sofort in "meine" Ecke gezogen, von wo ich allerdings schnell wieder fliehen musste, als meine Sitznachbarn, eine vierköpfige Gruppe junger indischer Herren, dachten, sie müssten das gesamte Publikum an ihrer Musik teilhaben lassen. Jetzt sitze ich jedenfalls vor dem Fenster und habe einen herrlichen Ausblick auf das dunkle Flugfeld. Zwar bin ich völlig dem Gebläse der Klimaanlage ausgeliefert, aber eine noch nicht von den Businessmännern besetzte Steckdose ließ sich nur hier finden. Ich habe es übrigens wieder nicht geschafft, die Decke aus dem Flugzeug unbemerkt in mein Handgepäck zu verfrachten - die Mitarbeiter von Qatar Airways sind da wirklich sehr streng und haben keinerlei Mitleid mit meinen Nieren...
Derzeit herrscht noch reger Verkehr in der Halle, der wohl erst gegen Mitternacht abklingen wird. Dann sind die meisten Anschlussflüge schon abgefertigt, die Kinder - von denen es hier nur so wimmelt - eingeschlafen - oder auch nicht - und der Großteil der Anwesenden hat sich - je nach Gesinnung - entweder in den Quiet-Room oder in den Prayer-Room - der interessanterweise eine Fensterwand zur Halle hin hat - zum Schlafen verzogen...

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